über Zukunftswerkstätten

Die Schweizer haben’s erfunden!
So kann man es aus Dokumentationen zum Demografischen Wandel entnehmen. Der ist nicht nur ein deutsches Problem.

Inzwischen gibt es auch in Deutschland ein erwachendes Bewusstsein, dass krasse demografische Veränderungen Probleme und Chancen mit sich bringen. Und es wächst auch das Bewusstsein, dass man keinen einzelnen Politiker dafür verantwortlich machen kann. Und wenn – gelöst würde dadurch kein einziges Problem. Niemand ist unfehlbar in seinen Prognosen.

Sehen Sie z.B. die Annahmen bei der Rathaus-initiierten Stadtentwicklungsplanung von 2005.
UnterfuehrungEhrlich! Damals haben die wenigsten Bürger Gedanken an demografische Entwicklung verschwendet bzw. daran, dass der sich konkret auch in unserem Leben bemerkbar macht. Aufschwungs-, Trend- und Negativzenario waren die Annahmen von damals. Schwarz ist die tatsächliche Entwicklung 2010 – 2012 eingetragen. Die auseinanderdriftenden Einträge für 2012 resultieren aus unterschiedlichen Angaben des Statistischen Landesamts und des Landkreises. Der ‚worst case‘ ist nahezu eingetroffen.

Aber geplant und gebaut wurde für die angenommene Bevölkerungsentwicklung. Das ist wie in der Nachwendezeit, als jedes Dorf im Lande Golfplätze und Gewerbegebiete erschloss und meinte, nun würden „Besserverdienende“ und „Investoren“ in dieses Dorf strömen. Die Tatsachen sehen wohl anders aus.

Das ist kein Schuldvorwurf. Den muss man machen, wenn die Stadtentwicklungsplanung nicht angepasst und fortgeschrieben wird. Und den muss man auch den Bürgern machen, wenn sie sich nicht selbst aktiv daran beteiligen.

Welche Probleme müssen bewältigt werden?

  • Leer stehende Häuser werden immer mehr und augenfälliger. Sie verfallen zu allgegenwärtigen Ruinen. Eine Illusion anzunehmen, man könne sie noch gewinnbringend verkaufen. Was bisher nicht klappte, wird auch nicht mehr funktionieren. Den älter werdenden Einwohnern fällt es kräftemäßig zunehmend schwerer, ihr Haus und Hof in Ordnung zu halten. Das ist auch jetzt schon deutlich und – trotz aller Neubauten – zu sehen.
  • Die Kosten der Grundversorgungspflicht des Staates steigen ins Unermessliche. Straßen, öffentliche Anlagen, Strom-, Wasser-, Abwasser- und andere Leitungen wurden für eine Bevölkerungsanzahl gebaut. Wenn die abnimmt, bleiben die Instandhaltungskosten jedoch gleich. Die werden auf die vorhandenen Einwohner umgelegt. Wir bemerken das als Abzocke. Aber wie soll es anders gelöst werden? Dezentrale Lösungen sind erforderlich.
  • Älter werdende Einwohner sind weniger mobil. Dennoch haben sie Bedürfnisse nach medizinischer Versorgung, Friseur, Fußpflege, Lebensmittelversorung, Geselligkeit, … Wenn aber in den großen Linienbussen – und wenn es auch Schulbusse sind – nur ein Mensch befördert wird, ist das nicht hinzunehmen. Wir zahlen trotzdem!
  • Den weniger werdenden Kindern immer weitere Schulwege zuzumuten ist eine Zumutung und nicht unbegrenzt fortuzsetzen. Neue und dennoch moderne Konzepte für Kleinschulen sind nötig. In anderen Ländern wird das praktiziert.
  • Fortgesetzte Schädigung unserer Umwelt, Klimawandel, Entwicklungen in der Lebensmittelindustrie und Energieversorgung, Lug und Trug allerorten, Gierde, betrügerische Bereicherung und Politikverdrossenheit lassen uns nicht ungerührt. Es wird niemand für uns richten. Die Basis des Staates, die Bürger müssen die Probleme selbst angehen – und zwar im Zusammenwirken mit einer notwendigen Gemeinverwaltung. Grundsätzliche Änderung des Steuerunwesens, bedingungsloses Grundeinkommen, Abschaffung der Zwangsmitliedschaften, sinnvolle Beschäftigung aller Willigen, gesunde Lebensweisen, Entschleunigung, Selbstversorgung sind Beispiele für Themen, die auf dem Tisch liegen und dringend gelöst werden müssen.
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